Anruf von Michael..

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Hallo Zusammen ,

Ich wollte euch nur kurz mitteilen das Michael bei meinen Eltern angerufen hat. Ich habe ebenfalls mit ihm telefoniert…

Es geht ihm soweit gut, jedoch sitzt der Schock über die rechtswidrige Medikation ziemlich tief. Nicht einmal darauf kann er sich mehr verlassen.

Er merkt immer mehr , wie wenig der Klinik doch jegliche Beschlüsse zu seinen Gunsten Wert sind.

Aber er ist froh das ich bereits Anfang der Woche eine Beschwerde an das Landesamt und nachrichtlich an die Klinik geschickt habe.

Bleibt abzuwarten ob meine Eltern ihn Sonntag besuchen dürfen, oder denen was neues einfällt.

22 thoughts on “Anruf von Michael..”

  1. Hallo Michael, Hallo Bianka,

    ich habe über ein update zu eurer Petition, die ich vor einiger Zeit unterschrieben hatte, von dem Film erfahren. Werde ihn mir natürlich am 4.Juli ansehen. Gutes Zeichen, das Datum. Ist der Unabhängigkeitstag (der USA), Independence day.
    Hoffentlich bekommst du auch bald deine Unabhängigkeit und deine Menschenrechte zurück, welche dir die Psychiatrie genommen hat.

    1. Danke das ist wirklich lieb ❤ ja das hoffen wir auch..vielleicht werden dadurch ein paar menschen , etwas sensibler auf das thema…michael ist einer unter sehr vielen

  2. Hallo, Frau Perez, eine wirklich grausames und unglaubliches Urteil für Ihren Bruder. Zuerst mal meine absolute Hochachtung für Sie Und Ihr Engagement. Es hilft wohl wirklich nur Öffentlichkeit, um solche entsetzlichen Fälle in Zukunft zu verhindern, denn der normale Bürger wie ich, der zum Glück nie was mit Psychiatrie zu tun hatte, kann sich gar nicht vorstellen, was da abgeht und wie rechtlos und hilflos und jeglicher Willkür ausgeliefert die Insassen sind. (das habe ich auch nur nach Lektüre Ihres Buches und Recherche im Internet rausgefunden, weil man glaubt es einfach nicht, das so etwas im deutschland des 21, Jh möglich ist und wie viele Fälle es gibt)
    Doch für Ihren Bruder ist diese Hölle ja Gegenwart. Die Frage ist jetzt nur, wie kriegen Sie ihn da raus? Er stirbt doch da drinnen, (noch) nicht körperlich, aber das, was Sie an ihm kennen und lieben, wird irgendwann völlig verschwunden sein. Er wird jetzt schon irreparable Schäden haben, andere würden allmählich verschwinden, wenn er wieder wie ein Mensch behandelt werden werden würde.
    Doch wie gross ist diese Chance, dass der Richter in diesem Jahre einen Mann, der dazu noch sehr gross und wahrscheinlich auch noch immer sehr kräftig ist (könnte mir vorstellen, dass er sich den halben tag mit Liegestützen u.ä „amüsiert“ und dazwischen Diskussionsrunden mit sich selbst veranstaltet), und laut der Klinik ja selbst im geschützten Raum einer Hochsicherheitspsychiatrie isoliert gehalten werden muss, aus dem Vollzug entlässt?( In diesem Zusammenhang: ist in diesen drei Jahren überhaupt einmal VERSUCHT worden, ihn wenigstens stundenweise wieder unter Menschen zu lassen, so als Zeichen des „guten Willens“???) Die Chance einer positiven Entscheidung dürfte im Bereich eines Sechsers im Lotto liegen.
    Michael bezahlt jetzt sehr teuer für seinen Kampf mit den Institutionen, den er im Prinzip von Anfang an verloren hatte.
    Kann man mit ihm über dieses Thema überhaupt noch reden oder macht er dann sofort zu? Denn ganz objektiv gesagt: das Beste für ihn wäre, aufzugeben, sich „krankheitseinsichtig“ zu zeigen (ob er 2008 behandlungsbedürftig krank war, kann ich nicht beurteilen, ich kannte ihn ja nicht, aber nach diesen Jahren und dem was er erlebt hat, ist ers wohl definitiv) und zähneknirschend die Neuroleptika zu nehmen, den Vollgöttern in weiß in sämtliche Körperöffnung zu kriechen -falls ihm das noch möglich ist – damit in der nächsten oder übernächsten Beurteilung die Gefährlichkeit nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Über die Verhältnismässigkeit nach einem simplen blauen Auge muss man ja nicht mehr reden.
    Nichtsdestrotrotz drücke ich Ihnen sämtliche Daumen und wünsche Ihrem Bruder von Herzen, dass er endlich mal Glück hat und in diesem Jahr einen Gutachter bekommt, der keine konkrete Gefährdung sieht und eine Entlassungsempfehlung ausspricht. Also einen Sechser im Lotto. Mit Zusatzzahl.
    Viel Glück!
    Gaby

  3. Hallo,
    ich habe heute Abend die Reportage über das Schicksal Ihres Bruders im SWR gesehen. Die Sendung hat mich tief erschüttert.
    Ich glaube, niemand kann ermessen, was Sie durchstehen müssen. Einerseits ihr Bruder, der unter diesen unmenschlichen und grausamen Verhältnissen eingesperrt ist und andererseits Sie und Ihre Familie, die so sehr kämpfen und mitleiden.
    Ich möchte Ihnen meinen tiefen Respekt und meine Bewunderung für Ihre nicht nachlassenden Bemühungen aussprechen. Als Unbeteiligte sagt sich das leicht, aber ich wünsche Ihnen wirklich von Herzen, dass Sie die Kraft finden, weiter zu kämpfen und nicht aufzugeben. Ganz besonders wünsche ich das natürlich auch Michael.
    Ich hatte einen guten Eindruck von dem Rechtsanwalt, der sich des Falles Ihres Bruders angenommen hat. Ich hoffe, dass er den Fall weiter bearbeitet und zum Erfolg führt. Einer der letzten Sätze der Sendung war, dass es im August 2018 ein neues Gutachten mit einem völlig neuen Gutachter geben soll. Ich hoffe, dass der Termin immer noch steht und sich diesmal etwas zu Gunsten ihres Bruders tut.
    Wenn man so etwas sieht, kommen einem selbst Zweifel an unserem Rechtssystem. Dass es gesicherte Unterbringungen für gefährliche und extrem gefährliche Straftäter gibt, die für sich und / oder die Gesellschaft eine Gefahr darstellen, macht durchaus Sinn.
    Ihr Bruder ist aber nichts davon. Die an ihm vorgenommenen Maßnahmen sind deshalb meiner Meinung nach nicht nur unangebracht, sondern schlicht rechtswidrig. Dass ein Mensch, der so lange in Unfreiheit lebt und dann auch noch in jahrelanger Isolation, mal eine Sachbeschädigung verübt, ist fast zwangsläufig. Dass Isolation Menschen körperlich und vor allem psychisch schweren Schaden zufügt, ist lange bekannt. Diese Sachbeschädigungen, auf die sich ja auch laut Bericht die Kliniksleitung bezieht, sagen also nichts über die Natur des Menschen an sich aus, sondern nur über die Behandlung, die man ihm zufügt.
    Wie die im Film zitierte Professorin richtig sagt, wenn man einen Menschen jahrelang therapiert und sich nichts ändert, hat nicht der Patient schuld, sondern die Therapie versagt. Statt auf stur zu stellen, sollten die Ärzte endlich im Sinne des ihnen anvertrauten Patienten handeln und nicht gegen ihn.
    Ich bewundere Ihren Bruder für seine Stärke und seine Willenskraft und ich hoffe sehr, dass alles zu einem guten Ende kommen wird.
    Ich habe Ihre Petition unterzeichnet und werde den Fall weiter verfolgen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Sabine Weber

  4. Liebe Bianka,
    Ich habe eben den Dokumantarfilm über Eure Geschichte gesehen und bin sehr erschüttert. Ich bete für Michael und Euch alle, seine Familie, dass diese Ungerechtigkeit und Gewalt ein Ende hat, dass Michael bald aus der Psychiatrie rauskommt. Bitte gebt nicht auf und verliert nicht die Hoffnung!
    Liebe Grüße,
    Corinna

  5. Sehr geehrte Bianka, sehr geehrte Familie Perez,

    dieser Albtraum, der Realität ist, hat mich heute Abend in der Mediathek zutiefst erschüttert. Es gibt so viele Therapiemöglichkeiten in Deutschland, das es unfassbar erscheint, dass ein Mensch in Isolationshaft chemischer Medikation ausgesetzt ist und in dieser Art und Weise um sein Leben kämpfen muss. Noch unfassbarer und verwunderlicher ist es, dass die Verantwortlichen, die rechtlich eine derartige Macht ausüben dürfen, noch nicht selbst hinter Gittern sitzen.

    Sie kämpfen wie eine Löwin und das ist wunderbar! Geben Sie nicht auf! Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass ihre Familie bald wieder ganz verbunden ist und gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich in diesem System etwas ändert.

    Alles Liebe

    Carolina

  6. Hallo,

    habe ich das richtig gehört? Herr Perez hat in der Dokumentation gesagt: „Ich kann mich eben machmal nicht behrrschen.“ Das hat er doch gesagt, oder?

    Das war das Falscheste, was er sagen konnte. Denn wenn er sich wirklich manchmal nicht beherrschen kann, dann kann man ihn nicht rauslassen. Denn dann tut er wahrscheinlich wirklich Leute zusammenschlagen. Irgendwann, wenn er sich gerade nicht behrrschen kann.

    Es nützt auch nichts, wenn er 100 Tage nett ist, aber am 101. Tag jemand zusammenschlägt.

    Ich vermute mal, Herr Perez hat es nicht gelernt, Konflikte mit Worten zu lösen. Das passiert oft bei Menschen, die Probleme haben, sich zu artikulieren. Weil sie ihre Gefühle nicht mit Worten ausdrücken können, drücken sie sie mit Schlägen aus. Aber das darf man eben nicht. Man darf nicht auf Leute oder Gegenstände einschlagen. Das ist verboten!

    Also, entweder er lernt, bei Konflikten nicht zuzuschlagen oder er muss wirklich für immer in der Klinik bleiben. Oder wollen Sie, dass er das nächste Mal jemand totschlägt, wenn er sich gerade nicht beherrschen kann?

    Ich kann absolut verstehen, dass Herr Perez sehr wütend auf die Klinik ist. Aber er hat ja auch oft auch in der Klinik um sich geschlagen. Das war eben sein Fehler. Das hätte er nicht tun dürfen.

    Vielleicht erklären Sie, Bianca, Ihrem Bruder mal, dass man nicht zuschlagen darf. Ich bin mir sicher, dass er sich schon beherrschen kann, wenn er nur will. Es ist ihm nur nicht klar, wie wichtig das ist. Er wäre wahrscheinlich schon vor vielen Jahren wieder entlassen worden, wenn er nicht manchmal gewalttätig wäre. Das ist der entscheidende Punkt! Aber er denkt wahrscheinlich, dass er das Recht hätte, zuzuschlagen. Und das Recht hat er eben nicht.

    1. Naja ich glaube sie haben nicht richtig zugehoert. denn er hat das nicht im Zusammenhang mit gewalt gegen Personen gesagt. Er sagte manchmal macht er etwas kaputt…sagen sie mir bitte, wie wären sie nach 3 jahren kompletter Isolation? Koennen sie dies denn nachvollziehen, ich nehme mal an, da sie solche weissen ratschläge geben. Manchmal bin ich doch verwundert, dass manche Menschen nur das hören, was sie hören wollen.

      Bestätigen sie denn damit, das sie diese absurden Behandlungsmethoden gut heissen? Ich nehme mal an ja…
      Ich werde es Michael nochmal sagen, das er alles schlucken soll und auf sich rum trampeln lassen soll, sich am besten ohne ein wort ausliefern soll…

    2. Mann Mann Mann. Er hat damals jemanden geschuppst und fertig – mehr nicht. Er wird verbal manchmal ein wenig hitzig sein und drückt dann so seinen Frust aus. Er steht unter starker Medikation. Wer weiß was die Ärzte ihm zu viel durch Körper jagen. Herr oder Frau XY Ihre Aussagen sind absolut falsch. pauschal und anmaßend und hören sich einfach nur nach klugscheißen an. Ja er hat anscheinend dort randaliert. Aus Verzweiflung. Werden Sie mal Wochenlang fixiert und aus dem Leben gerissen. In dem Bericht wurden einige Situationen dargelegt die aus Willkür geschahen und daran wird er zerbrechen. Man hätte ihm anderweitig damals helfen sollen. Das war zu radikal. Schlimmes Schicksal. Hoffentlich hält er noch durch. Ich hoffe sehr, dass bald was geschieht.

    3. Ich habe mir das Buch von Bianka Perez gekauft und durchgelesen, u.a. sind dort Dokumentationen der Pfleger u. Ärzte abgebildet. Michael ist häufig ausfällig geworden, wirkte bedrohlich und zerschlug Sachen oder beleidigte das Personal aufs übelste,vielleicht sollte man ihn fragen, was genau vorgefallen ist, denn vieles scheint er meiner Meinung abzustreiten. Ich halte ihn durchaus für gefährlich, ABER das nur, weil ihn die 7 Jahre u. die Neuroleptika teilweise dazu getrieben haben. Ich höre heraus, dass er mittlerweile absolut feindseelig gegenüber dem Personal geworden ist und kein Vertrauen hat, kein Wunder. Somit entsteht auch sein Wahn, den er bekommt, glaubt vergiftet zu werden etc. pp., ein typisches Denken solch isolierter Menschen. Auch ist es abscheulich, einen Menschen tagelang nich waschen zu lassen, aber wenn jemand isoliert wird, wird die Körperhygiene aus Sicherheitsgründen, dem Personal gegenüber, an letzter Stelle gestellt. Er kann sicher sehr gefährlich werden, so dass der Psychiatrie diese Methode vollstreckt, doch sein wir mal ehrlich, bei so wechselnden Regeln u. Entzug sämtlicher Sachen u. privaten Gegenstände, macht die Klinik eine ja noch gefährlicher als man ist. Nichts für ungut.

    4. Hallo Xy. „Man darf nicht auf Leute oder Gegenstände einschlagen. Es ist verboten“ Geht’s noch?? Sie quatschen anscheind die Leute lieber zu Tode und sagen zu allem Ja und Amen, oder was? Wieviele Schläger, Vergewaltiger und Mörder laufen hier frei rum und/oder bekommen für ihre Straftaten nur wenige Monate/Jahre Haft für die Sachen die sie getan haben? Herr Perez ist jetzt 10 Jahre (!!!)weg, 2 davon in völliger Isolation (!!). Wo ist denn da die Gerechtigkeit. Dann müsste die Hälfte der Menschheit ihr Leben lang in die Forensik und völlige Isolation!!!
      Es ist ja nicht so das Herr Perez auf irgendwelche Leute wie ein Monster drauf los geht oder irgendjemanden umgebracht hat… Habe in dem Beitrag auch nicht gehört dass er bis jetzt Pfleger oder Ärzte angegriffen hat.
      Möchten sich sich gegen Ihren Willen fesseln lassen, gegen Ihren Willen irgendwelche Medikamente/Drogen verabreichen lassen oder soll man Sie in völlige Isolation stecken? Ich glaube nicht!! Dann schauen Sie sich mal Beiträge an die zeigen was völlige Isolation mit dem Menschen macht. Herr Perez hat dies absolut NICHT verdient! Möchte mal wissen wie Sie in der Situation von Herrn Perez agiert hätten. Wahrscheinlich alle zu Tode GEQUATSCHT….
      Dann nochmal die Frage: Wieviele Schläger/Verbrecher/Mörder/Vergewaltiger laufen hier nochmal frei rum und Herr Perez wird weggesperrt und behandelt als wäre er ein höchstgewährlich, unzurechenbares Monster?!
      Also denken Sie nochmal über Ihren Kommentar/Meinung nach!
      „So was macht man nicht“,“ Das ist verboten“ „Hätte er darüber gesprochen wäre alles gut…. – Laber Rhababer!!
      Bei solch einem Kommentar kann ich mich nämlich nicht beherrschen aber da kommen Sie jetzt wahrscheinlich mit erhobenen Finger und machen du,du,du das darf man nicht! Schwachsinn

    5. Er war doch schon auf einem guten Weg, hatte Arbeit, hat sich auch dort gut gemacht. Und ganz ehrlich? Ich wundere mich über die Stärke von Herrn Perez! Der Mann wird jahrelang dort festgehalten, nun in einer gekachelten Einzelzelle, jedesmal zerschlagen sich wieder die Hoffnungen auf Freiheit. Und dann möchte man ihm noch vorwerfen, dass er Sachen beschädigt? Jeder Mensch würde unter derartigen Bedingungen „verrückt“ werden, daran zu Grunde gehen. Es geht doch nicht darum, dass Herr Perez gewalttätig wäre, sondern dass er wie ein Spielball in diesem System gefangen ist, ohne Aussicht oder Wissen, wann er wieder in Freiheit sein darf. Und dann ruhig bleiben? Es muss eine unbändige Willensstärke dahinterstecken, all diese unmenschlichen Qualen und Bedingungen „nur“ an Gegenständen auszulassen. Und natürlich ist der Mann wütend, frustriert, wer wäre das nicht, wenn einem sein Leben so aus den Händen gerissen wird, wegen eines Schlages? Ich fände es eher erschreckend, wenn er all das als gegeben hinnähme, gleichgültig und unterwürfig, aber den Mann dafür noch bestrafen, dass er trotz all dieser furchtbaren Umstände bei sich bleibt und sich beherrscht? Das ist der wirkliche Wahnsinn, und dieser liegt nicht bei Herrn Perez!

  7. Nachdem ich den Film gesehen habe sollte sich den Richtern eigentlich die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen. Jemanden über 7 Jahre mit der Begründug er wäre eine potentielle Gefährdung für seine Umwelt einzusperren, ohne das derjenige in den 7 Jahren irgendjemanden angeriffen hat ist mehr als nur fragwürdig.

    Aber ich habe selbst schon Erfahrungen in der geschlossenen Psychatrie sammlen dürfen. Wie leicht dort mit Diagnosen um sich geshcmissen wird und Richter sich auf vermeintliche Gutachen (die unter Medikation und in wenigen Minuten erstellt wurden) verlassen ist einfach nur erschreckend. Zum Glück konnte ich meine Schwester mit viel Anstregung nach 4 Wochen wieder aus der Klinik bekommen.

    Ich wünsche Michael und der Familie viel Kraft und Glück das er vielleicht doch bald entlassen werden kann.

    Liebe Grüße
    Alex

  8. In welcher Klinik ist er untergebracht? Kannst du mir da eine Telefonnummer geben? Eigentlich müssten sich alle Leute zusammentun und sich vor die Klinik stellen und protestieren.
    Ich bin so wütend ich würde die Türen einschlagen. Aber das darf man leider nicht.

    1. Da bin ich auf jeden Fall der selben Meinung und würde mitgehen. Momo? Haben Sie da angerufen? Was haben Sie gesagt? Soll ich auch anrufen?

  9. Dein Bruder ist sehr sehr stark… dass er noch lebt und sich wehrt… das ist bewundernswert! Ich habe die Petition auch unterschrieben… auf der ARD wurde zeitgleich eine Reportage über die Zunahme von Gewalt gegen Menschen in öffentl. Ämtern gezeigt: Ein Bürgermeister wurde mit dem Messer angegriffen, das Gerichtsurteil war 2 Jahre auf Bewährung. Ist das nicht verrückt? Dein Bruder hatte jawohl nicht mal ein Messer dabei. Ich bete und hoffe, dass deinem Bruder bald Gerechtigkeit widerfährt!

  10. Liebe Frau Perez,

    ich hoffe, Ihr Bruder weiß, dass sehr viele Menschen inzwischen da draußen an ihn denken und ihm jegliche erdenkliche Kraft schicken und wünschen, um noch so lange durchzuhalten bis man ihn aus den Fängen dieser forensischen „Klinik“ befreit. Ich habe gerade die SWR-Dokumentation gesehen und bin anhaltend erschüttert. Man hat das Gefühl das ist schon länger ein Fall für Amnesty International oder eine andere Menschenrechtsorganisation. Es ist mir, und ich bin selbst Psychologin, unerklärlich wie eine solche Behandlung ethisch, psychologisch, rechtlich und auch rein menschlich hier in Deutschland überhaupt möglich und gerechtfertigt und umgesetzt werden kann. Das ist Folter. Menschen die weitaus gewaltsamere Vergangenheit haben, die Schwer- und Schwerstverbrechen begangen haben, haben mehr Rechte und Komfort. Und das alles wegen vergleichsweise geringfügiger Delikte und zerbrochener Waschbecken, über die man sich nach einem jahrelangen menschenunwürdigen, ja bestialischen Umgang mit diesem Mann noch wundert? Man empfindet fast, als ob die Klinik versucht ihn zu dieser Bestie zu machen, zu der sie ihn gestempelt hat, und darauf hin arbeitet dass dieser Mann tatsächlich irgendwann wieder einem anderen Menschen gegenüber massiv gewalttätig wird, um wenigstens rückwirkend rechtfertigen zu können, was man ihm antat und antut. Es ist unglaublich bedrückend sein Schicksal und das ihrer ganzen Familie – auch nur in Ausschnitten – anzusehen. Aus meiner Perspektive hätte es zu früheren Zeiten gereicht ihn ein professionelles Anti-Gewalt-Training absolvieren zu lassen und ihn dabei gesprächstherapeutisch zu begleiten. An jedem Bahnhof sieht man junger Männer die aggressiv oder gewaltsam sind und ihre Emotionalität zeitweise nicht im Griff haben. Wäre das ein solches Kapitalverbrechen und würde dies jedes Mal zu Fixierung führen, könnte man täglich einige Tausend in die Psychiatrie verbringen und dann zusehen wie dort ihr Gewaltproblem noch schlimmer anstatt besser wird. Ich glaube die Klinik weiß längst dass sie im Falle ihres Bruders viel zu weit gegangen ist und hat nun kein Mittel mehr um aus der Sache heil heraus zu kommen außer immer neue Gutachter zu bestellen die ihm weiterhin seine ach so unfassbar große Fremdgefährdung attestieren, um einem solch völlig übertriebenen, unmenschlichen Verhalten noch irgendwie den Anschein von Glaubwürdigkeit und Verhältnismäßigkeit zu verleihen.

    Haarsträubend, unglaublich traurig und zutiefst schockierend.

    Verlieren auch Sie bitte nicht den Glauben und die Kraft, ihr Bruder ist auf Sie angewiesen und Sie sind seine einzige Chance. Ich drücke ihm und Ihnen fest die Daumen, dass sich im Zuge der Buchveröffentlichung und der Dokumentation fachkundige Menschen (sei es aus dem Bereich Psychiatrie- oder Menschenrecht, ggf. eine alternative forensische Klinik oder sonst irgendeine Koryphäe oder Institution melden, die diesem Unrecht endlich ein Ende setzen kann.

  11. Liebe Familie Perez,

    nachdem ich den Film gesehen habe, war ich so erschüttert, dass ich tagelang dieses Gefühl nicht mehr losgeworden bin. Nun bin ich ja durch den Film zur Mitwissernden geworden und habe einen Verantwortungsanteil für einen Menschen. Kurzum: Ich habe der Klinik einen Brief geschrieben, ebenso Amnesty International, Frau Merkel sowie Nina Hagen, welche sich sehr für Opfer von Forensichen Kliniken einsetzt. Das ist zwar nur ein kleiner Beitrag, aber wenn sich viele zusammentun und etwas aktiv werden, kann man vielleicht etwas bewirken. Erfreulich der neue Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes! 1:1-Betreuung der fixierten Person ist ja sicher kaum möglich, davon ausgehend, dass eine Fixierung in Kliniken bestimmt das Personal entlasten soll…Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft!

  12. Ich habe geute auch die Petition unterschrieben, und bin sehr bewegt von ihrem Schicksal.Ich kann mich auch nur anschließen, und ihnen Bianka meine vollste Bewunderung für ihre Stärke und ihren Mut mitteilen, genau wie ihrem Bruder.Ich denke sie tun genau das Richtige, denn sie bleiben sich treu, und das gibt auch eine Menge Power! Mich hat ihre Geschichte wie viele tief getroffen, und es macht einem Angst, das so etwas „legal“ stattfinden darf.Ich verfolge natürlich das Geschehen ab jetzt auch weiter, und drücke ganz ganz fest die Daumen für den Gutachtertermin im Dezember, auch wenn es jetzt wieder dauert.Ich wünsche Michael weiterhin noch ganz viel Durchhaltevermögen, und hoffe, das die Liebe siegt, und ihre ganze Familie sich bald fest im Arm halten kann!Alles erdenklich Gute &Liebe von Theresa

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